Stützstrümpfe werden bei den Medizinern auch Kompressionsstrümpfe genannt und sind in erster Linie kein modisches Accessoire, sondern eine echte Hilfe bei Venenleiden. Dabei handelt es sich streng genommen auch nicht um Strümpfe, wie man sie aus der Sockenschublade kennt, sondern um eine Art Strumpfhose, die in Höhe des Oberschenkels endet. Dabei besteht das Material der Stützstrümpfe aus synthetischen Fasern, die sowohl längs als auch quer verlaufen, um dadurch einen festeren Druck zu erzeugen. Unterschieden wird dabei zwischen unterschiedlichen Druckklassen, von leicht bis schwer, je nach Erkrankungsgrad der Patienten.
Das System dahinter ist leicht. Je mehr Druck von außen auf das Bein ausgeübt wird, umso mehr werden die Venen daran gehindert, das Blut nach außen gegen die Hautoberfläche zu drücken. Das entlastet das Bein und hilft bei Thrombosen, also Blutstauungen. Diese können sehr gefährlich werden. Krampfadern sind da zwar weniger gefährlich, aber für Frauen allein schon ein erheblicher Schönheitsmakel. Gerade Frauen sind von Venenleiden weitaus häufiger betroffen als Männer, da das Venensystem bei ihnen anders funktioniert und das Bindegewebe nicht so stark ist. Wer Probleme damit hat, der sollte einen Arzt befragen, der einem die Stützstrümpfe dann verschreiben kann. Zu bekommen sind sie in jedem Sanitätshaus oder einfach über das Internet.
Selbst Menschen ohne solche akuten Probleme werden allerdings nach anstehenden Operationen nicht umhin kommen, für eine gewisse Zeit Stützstrümpfe zu tragen, denn die können auch vorbeugend gegen Thrombosen helfen. Wer viel sitzt oder liegt hat nämlich ein erhöhtes Risiko, daran zu erkranken. Deshalb ist es zu empfehlen, auch bei langen Flugreisen Stützstrümpfe zu tragen, um die Venen zu entlasten und so das Thromboserisiko zu senken.

Dezember 3rd, 2010
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