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Ayurveda und ihre Gesundheit

Ayurveda nennt sich die indische Gesundheitslehre, welche den Körper mit sanfte Mitteln und Therapien behandelt. Da Ayurveda übersetzt soviel wie
“Das Wissen vom langen Leben” bedeutet, beschäftigt es sich in erster Linie mit der Erhaltung der Gesundheit. So könnte man sagen, Ayurveda wäre eine Form der Prävention. Natürlich spielt auch die Behandlung von Krankheiten oder Beschwerden eine große Rolle. Würde sich der Mensch jedoch mehr um seine Gesundheit kümmern, würde er viel weniger von Krankheit befallen sein. So eignet sich der Ayurveda für nahe zu alle Menschen und Lebenslagen.

Prinzipien des Ayurveda

Die Lehren des Ayurveda empfehlen verschiedene Lebensmittel, Ernährungsweisen, Massagen, Kräuter und Verhaltensweisen, um den jeweiligen Menschen auf dem rechten Pfad der Gesundheit schreiten zu lassen. Dabei können die Empfehlungen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Der Ayurveda richtet sich hier nach der Ausprägung der drei Körpersäfte Kapha, Vata und Pitta im jeweiligen Körper und Geist des Menschen. Diese drei Prinzipien sollen jeweils unterschiedliche Elemente, Charakterzüge, Körperformen oder etwa Geschmacksrichtungen im Menschen manifestieren können. Dabei hat jeder Mensch ein anderes Mengenverhältnis der drei Körpersäfte in sich.
Bei sehr dünnen Menschen mit heller Haut und feinen Haaren, sowie trockener Haut und einem nervösen Geist, dominiert beispielsweise das Vata Prinzip die anderen beiden. Ein Mensch mit fester, öliger Haut, einer Tendenz zu Übergewicht, dunklem und vollem Haar, sowie einem ruhigen Gemütszustand wird sehr wahrscheinlich von Kapha dominiert. Den Pitta Typ erkennt man an seiner muskulösen und schlanken Figur, einem starken Temperament, rötlichem Haar und einer schnellen Verdauung. Diese individuelle Zusammensetzung der Körpersäfte kann jedoch auch aus dem Gleichgewicht geraten.

Körpersäfte harmonisieren

Nach dem Ayurveda ist es zunächst wichtig, den Konstitutionstyp eines Menschen richtig zu ermitteln. So kann ein Ungleichgewicht festgestellt und behandelt werden. Die indische Gesundheitslehre empfiehlt den Patienten dazu bestimmte Therapieformen, welche die entsprechenden Körpersäfte dämpfen oder antreiben. Ein kundiger Ayurveda Arzt kann beispielsweise Kräuter, Einölungen, Diäten oder Bewegungstherapien verordnen. Besonders Menschen mit Krankheiten, bei denen sich das Ungleichgewicht also körperlich geäußert hat, sollten sich gut über eine geeignete Ayurveda Klinik oder einen Ayurveda Therapeuten informieren.

Ayurveda Ausbildungen

In Europa kann man mittlerweile auch Ausbildungen zu einem Ayurveda Arzt oder Therapeut machen. Die Form und Intensität der Ausbildung kann dabei sehr unterschiedlich sein. Wer sich ernsthaft für die Ayurveda Medizin interessiert und als Arzt tätig werden möchte, der sollte zumindest ein Teilstudium in Indien absolvieren. Es ist immer vorteilhafte direkt aus der Quelle des Wissens zu lernen. Des Weiteren ist zu beachten, dass jegliche Ayurveda Ausbildungen in Deutschland nicht anerkannt werden. Man darf sich demnach nicht Ayurveda Therapeut nennen und praktizieren, wenn man zuvor nicht die Heilkunde studiert hat. Somit ist eine Ausbildung zum Heilpraktiker für viele in guter Einstieg in die ayurvedische Tätigkeit.